auf einem deutschen Mac OS X 10.5 mit folgenden Voreinstellungen:
Scan inside archives ON
Scan mode NORMAL
Heuristics NORMAL
Beschreibung
.sit- und .dmg-Archive werden nicht gescannt
Die Scanfunktion und der Online-Scanner OnGuard durchsuchen keine .sit-
und .dmg-Archive.
Auswirkungen:
Schadsoftware kann ohne Erkennung durch den Virenscanner aus dem
Internet heruntergeladen oder von einem USB-Stick kopiert werden.
In .sit-Archiven enthaltene Schadsoftware wird beim manuellen Entpacken
des Archivs von OnGuard erkannt. Schadsoftware in Diskimages wird nur
beim gezielten Scan des gemounteten Diskimages erkannt.
In Diskimages enthaltene Schadprogramme können nach dem Mounten
problemlos gestartet werden, erst beim Kopieren auf die Festplatte
schlägt OnGuard Alarm (getested mit MacSmurf, das von iAntiVirus
als 'Hacktool.OSX.MacSmurf' erkannt wird).
Probleme mit Sonderzeichen in Dateinamen
Die Scanfunktion, OnGuard und die Quarantäneverwaltung kommen bei
Verzeichnisnamen mit bestimmten Sonderzeichen darin, z.B. einem
"ƒ", aus dem Tritt: Gescannt werden die Verzeichnisse
gar nicht, reinkopierte Dateien werden von OnGuard nicht erkannt. Packt
man in so einem Verzeichnis ein Archiv z.B. mit den
EICAR-Testdateien
aus, wird der Schädling zwar von OnGuard erkannt, kann aber weder
aus der Quarantäne zurück ins Verzeichnis gelegt noch
gelöscht werden.
Auswirkungen:
False Positives sind unwiederbringlich verloren, evtl. lässt sich
so auch Schadsoftware an iAntiVirus vorbeischleusen.
Keine Benutzertrennung in der Quarantäne-Verwaltung
Alle in Quarantäne gesteckten Dateien werden im gleichen Bereich
verwaltet. Jeder Benutzer kann die Quarantäne-Dateien der anderen
Benutzer, einschließlich des Admins, zurücklegen oder
löschen.
Auswirkungen:
Ein normaler Benutzer kann Schadsoftware anderer Benutzer aus der
Quarantäne entlassen (getestet mit dem iWorks-Trojaner, der vom
Admin installiert und in Quarantäne gesteckt und vom normalen
Benutzer zurückgelegt wurde).
Hinzu kommt, dass das Logfile der History-Funktion keine Informationen
über den Benutzer enthält, der eine Aktion ausgelöst
hat, und auch von jedem Benutzer gelöscht werden kann.
OnGuard schützt nur einen Benutzer (oder manchmal auch mehr)
Sind mehrere Benutzer angemeldet, ist weder auf OnGuard noch auf die
Anzeige Verlass.
Ein Beispiel: Der Admin ist angemeldet, "Protect my Mac" ist
eingeschaltet, wird dem Administrator auch so angezeigt und gibt auch
eine Meldung aus, wenn eine Datei in die Quarantäne verschoben
wird. Jetzt meldet sich (bei aktiviertem 'schnellen Benutzerwechsel')
ein anderer Benutzer an und kopiert eine Virendatei auf den Rechner.
Die Dateien verschwinden sofort, es gibt keine Fehlermeldung. OnGuard
funktioniert in diesem Fall und schiebt die Dateien in den
Quarantäne-Ordner, gibt aber keine Warnung aus. Laut Anzeige ist
es für diesen Benutzer auch ausgeschaltet.
Diese Richtung scheint immer zu funktionieren, machmal funktionierte
das auch umgekehrt, d.h. ein normaler Benutzer war angemeldet, dort war
OnGuard aktiv, und beim danach angemeldeten Admin verschwanden die
Dateien kommentarlos in der Quarantäne.
Zugriffsrechte werden ignoriert
Wird von einem normalen Benutzer ein normaler Scan gestartet, werden
das System-, Library- und Programmverzeichnis und die Verzeichnisse aller
Benutzer einschließlich des Administrators durchsucht.
Lösung
Keine
Update 12.03.2009:
Die zuständige Agentur hat den Hersteller um eine erneute Stellungnahme gebeten.